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✓ Letztes Update 07.05.2026✓

Röhrenwürmer im Meerwasseraquarium

Röhrenwürmer (wissenschaftlich oft der Ordnung Sabellida zugehörig) gehören zu den faszinierendsten Wirbellosen in der Meerwasseraquaristik. Sie sind reine Filtrierer, die mit ihrer prachtvollen Tentakelkrone Plankton und Schwebestoffe aus dem Wasser fangen.

1. Biologie und Merkmale

Röhrenwürmer bauen sich ein Schutzgehäuse, das je nach Art unterschiedlich beschaffen ist:

  • Kalkröhrenwürmer (Serpulidae): Bauen eine harte Röhre aus Calciumcarbonat (z. B. der Weihnachtsbaumwurm).
  • Pergament- oder Sandröhrenwürmer (Sabellidae): Bauen eine flexible Röhre aus Schleim, Sediment und organischem Material.

Die Krone, die aus dem Gehäuse ragt, dient sowohl der Atmung als auch dem Nahrungserwerb. Bei Gefahr ziehen sich die Tiere blitzschnell in ihre Röhre zurück.

2. Beliebte Arten für das Aquarium

  1. Sabellastarte sp. (Großer Röhrenwurm): Oft braun-weiß gemustert, sehr robust und eindrucksvoll.
  2. Spirobranchus giganteus (Weihnachtsbaumwurm): Lebt meist obligat in Steinkorallen (Porites). Sehr farbenfroh, aber anspruchsvoller.
  3. Bispira sp.: Kleinere Arten, die oft in Kolonien auftreten und sich im Aquarium meist gut vermehren.

3. Haltungsvoraussetzungen

Wasserparameter

Röhrenwürmer sind empfindlich gegenüber starken Schwankungen, insbesondere bei der Dichte.

  • Temperatur: 24–26 °C
  • Salinität: 34–35 PSU (stabil halten!)
  • Calcium/Magnesium: Wichtig vor allem für kalkröhrenbauende Arten.
  • Nitrat/Phosphat: Moderat (nicht zu nährstoffarm, da sie Partikel zum Fressen brauchen).

Strömung und Licht

  • Strömung: Mittel bis stark, aber indirekt. Die Strömung muss Futterpartikel an der Krone vorbeiführen, darf diese aber nicht gewaltsam verbiegen oder das Tier am Ausfahren hindern.
  • Licht: Röhrenwürmer selbst benötigen kein Licht (keine Photosynthese). Sie können daher auch in schattigen Bereichen oder Höhleneingängen platziert werden.

4. Ernährung (Der kritische Faktor)

Die häufigste Todesursache in Aquarien ist das Verhungern. Röhrenwürmer sind aktive Filtrierer.

  • Natürliches Futter: Bakterioplankton, Phytoplankton und feinster Detritus.
  • Zufütterung: In sehr sauberen Becken (ULNS) müssen sie gezielt mit flüssigem Phytoplankton oder feinstem Staubfutter (z. B. für Korallen) versorgt werden.
  • Methode: Schalte die Strömung für 10–15 Minuten aus oder reduziere sie stark und verneble das Futter vorsichtig in der Nähe der Krone.

5. Standort und Platzierung

  • Sabellidae (Weichröhren): Werden meist in den Sand gesteckt oder in Felsspalten platziert. Achte darauf, dass die Röhre nicht gequetscht wird.
  • Vermeidung von Stress: Wenn ein Röhrenwurm seine Krone abwirft, ist dies ein Zeichen für extremen Stress oder Nahrungsmangel. Meist regeneriert er sie innerhalb weniger Wochen, sofern die Ursache behoben wird.

6. Vergesellschaftung (Vorsicht geboten!)

Nicht alle Aquarienbewohner sind friedlich gegenüber Röhrenwürmern:

  • Fressfeinde: Viele Falterfische, einige Kaiserfische, Zwergkaiser und bestimmte Garnelenarten (z. B. die Wurmdem-Garnele Lysmata wurdemanni) zupfen an den Kronen oder fressen den Wurm ganz.
  • Einsiedlerkrebse: Können die Röhren beschädigen, wenn sie darüber klettern.

7. Tipps für den Kauf

  • Achte darauf, dass der Wurm auf Reize (Schattenwurf oder Wasserbewegung) schnell reagiert und sich zurückzieht.
  • Die Röhre sollte unbeschädigt sein.
  • Ein Wurm, der bereits aus seiner Röhre kriecht, ist meist dem Tode geweiht.

Hinweis:Röhrenwürmer sind wunderbare Indikatoren für die Wasserqualität und bringen Leben in die "toten Winkel" des Riffs.

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Sabellastarte Röhrenwurm für Meerwasseraquarien
Sabellastarte sp. - Röhrenwurm
Sabellastarte sp. – Der Pracht-Röhrenwurm Der Röhrenwurm der Gattung Sabellastarte gehört zu den beliebtesten wirbellosen Tieren in der Meerwasseraquaristik. Mit seiner prachtvollen Tentakelkrone ist er nicht nur ein optische ...

19,90 €*

Röhrenwürmer im Meerwasseraquarium

Röhrenwürmer (wissenschaftlich oft der Ordnung Sabellida zugehörig) gehören zu den faszinierendsten Wirbellosen in der Meerwasseraquaristik. Sie sind reine Filtrierer, die mit ihrer prachtvollen Tentakelkrone Plankton und Schwebestoffe aus dem Wasser fangen.

1. Biologie und Merkmale

Röhrenwürmer bauen sich ein Schutzgehäuse, das je nach Art unterschiedlich beschaffen ist:

  • Kalkröhrenwürmer (Serpulidae): Bauen eine harte Röhre aus Calciumcarbonat (z. B. der Weihnachtsbaumwurm).
  • Pergament- oder Sandröhrenwürmer (Sabellidae): Bauen eine flexible Röhre aus Schleim, Sediment und organischem Material.

Die Krone, die aus dem Gehäuse ragt, dient sowohl der Atmung als auch dem Nahrungserwerb. Bei Gefahr ziehen sich die Tiere blitzschnell in ihre Röhre zurück.

2. Beliebte Arten für das Aquarium

  1. Sabellastarte sp. (Großer Röhrenwurm): Oft braun-weiß gemustert, sehr robust und eindrucksvoll.
  2. Spirobranchus giganteus (Weihnachtsbaumwurm): Lebt meist obligat in Steinkorallen (Porites). Sehr farbenfroh, aber anspruchsvoller.
  3. Bispira sp.: Kleinere Arten, die oft in Kolonien auftreten und sich im Aquarium meist gut vermehren.

3. Haltungsvoraussetzungen

Wasserparameter

Röhrenwürmer sind empfindlich gegenüber starken Schwankungen, insbesondere bei der Dichte.

  • Temperatur: 24–26 °C
  • Salinität: 34–35 PSU (stabil halten!)
  • Calcium/Magnesium: Wichtig vor allem für kalkröhrenbauende Arten.
  • Nitrat/Phosphat: Moderat (nicht zu nährstoffarm, da sie Partikel zum Fressen brauchen).

Strömung und Licht

  • Strömung: Mittel bis stark, aber indirekt. Die Strömung muss Futterpartikel an der Krone vorbeiführen, darf diese aber nicht gewaltsam verbiegen oder das Tier am Ausfahren hindern.
  • Licht: Röhrenwürmer selbst benötigen kein Licht (keine Photosynthese). Sie können daher auch in schattigen Bereichen oder Höhleneingängen platziert werden.

4. Ernährung (Der kritische Faktor)

Die häufigste Todesursache in Aquarien ist das Verhungern. Röhrenwürmer sind aktive Filtrierer.

  • Natürliches Futter: Bakterioplankton, Phytoplankton und feinster Detritus.
  • Zufütterung: In sehr sauberen Becken (ULNS) müssen sie gezielt mit flüssigem Phytoplankton oder feinstem Staubfutter (z. B. für Korallen) versorgt werden.
  • Methode: Schalte die Strömung für 10–15 Minuten aus oder reduziere sie stark und verneble das Futter vorsichtig in der Nähe der Krone.

5. Standort und Platzierung

  • Sabellidae (Weichröhren): Werden meist in den Sand gesteckt oder in Felsspalten platziert. Achte darauf, dass die Röhre nicht gequetscht wird.
  • Vermeidung von Stress: Wenn ein Röhrenwurm seine Krone abwirft, ist dies ein Zeichen für extremen Stress oder Nahrungsmangel. Meist regeneriert er sie innerhalb weniger Wochen, sofern die Ursache behoben wird.

6. Vergesellschaftung (Vorsicht geboten!)

Nicht alle Aquarienbewohner sind friedlich gegenüber Röhrenwürmern:

  • Fressfeinde: Viele Falterfische, einige Kaiserfische, Zwergkaiser und bestimmte Garnelenarten (z. B. die Wurmdem-Garnele Lysmata wurdemanni) zupfen an den Kronen oder fressen den Wurm ganz.
  • Einsiedlerkrebse: Können die Röhren beschädigen, wenn sie darüber klettern.

7. Tipps für den Kauf

  • Achte darauf, dass der Wurm auf Reize (Schattenwurf oder Wasserbewegung) schnell reagiert und sich zurückzieht.
  • Die Röhre sollte unbeschädigt sein.
  • Ein Wurm, der bereits aus seiner Röhre kriecht, ist meist dem Tode geweiht.

Hinweis:Röhrenwürmer sind wunderbare Indikatoren für die Wasserqualität und bringen Leben in die "toten Winkel" des Riffs.