Glasrosen

Plagegeister: Glasrosen

Sie werden gefürchtet, sie werden gehasst, keiner will sie, doch fast jeder hat oder hatte sie: Glasrosen. Sie gehören zur Familie der Seeanemonen (Aiptasia). Glasrosen sind sehr anspruchslos und passen sich an fast jede Gegebenheit an. Viel Licht, wenig Licht, viel oder wenig Strömung, sie passen sich an. Sogar im dunklen Ablaufschacht wachsen sie und vermehren sich. Und dieses Vermehren kann explosionsartig passieren. Aus einer Glasrose werden schnell zwei, und daraus binnen weniger Wochen dutzende. Eingeschleppt ins Aquarium werden Glasrosen über lebende Steine. Aber auch über Korallen und Korallen Ablegern kann man sich kleine Exemplare ins Becken schleppen.

Glasrosen besitzen ein Nesselgift, welches unsere Korallen schädigt. Und durch ihr großes Vermehrungspotential können Deine Korallen enorme Schäden erleiden, bis hin zum absterben der Korallen.

Tipp: Glasrosen schnellstmöglich mit folgenden Optionen bekämpfen.


1.) Natürliche Fressfeinde.

Für Aquarien bis 200 Liter

Für kleine Aquarien empfehlen wir Lysmata kuekenthali (Garnele), Lysmata wurdemanni (Garnele) oder Berghia stephanieae (Schnecke). Die Garnelen fressen neben Glasrosen auch anderes Futter wie Flocken, Frost und Granulat. Die Schnecken fressen ausschließlich Glasrosen, das heißt, wenn keine mehr im Aquarium sind, würden sie verhungern. Die Garnelen empfehlen wir immer Paarweise zu halten, die Schnecken empfehlen wir mindestens 3 Stück je 50 Liter.

Für Aquarien ab 200 Liter

Die Schnecken machen bei größeren Aquarien keinen Sinn mehr, da man sehr viele bräuchte, diese aber auch diversen Lippfischen zum Opfer fallen würden. Die Garnelen können natürlich auch in größeren Aquarien sehr effektiv sein. Paarweise auch hier empfohlen. Des weiteren können folgende Fische Glasrosen fressen.

Chelmon rostratus: ca. 80% dieser Fische fressen Glasrosen. Kann aber auch einige LPS Korallen schädigen, wie Acanthastrea, Trachyphyllia und Scolymia sowie Muscheln.

Acreichthys tomentosus: ca. 50% dieser Fische fressen Glasrosen. Bei diesem Fisch ist die Gefahr sehr groß, das er sich an Korallen wie LPS, Krustenanemonen und Weichkorallen vergeht. Auch Xenien fressen viele.

Chaetodon kleinii: ein 100% Kandidat. Glasrosen werden binnen weniger Tage Geschichte sein. Leider auch die ein oder andere Koralle. LPS, SPS, einiges kann geschädigt werden.

Parachaetodon ocellatus: der nächste 100%ige. Zudem frisst dieser hübsche Falterfisch auch Seeastern, eine ähnliche Plage wie Glasrosen. Aber auch Korallen wie Acanthastrea und andere LPS ähnliche wird er nicht verschmähen.

Bevor diese genannten Fische sich an Korallen vergreifen, fressen sie in aller Regel zuerst die Glasrosen. Nach getaner "Arbeit" und bevor Korallen Schaden nehmen, kann man den Fisch aus dem Becken fangen und einem Leidgenossen "vermachen", oder einem Händler bringen. Nicht zu empfehlen ist dieses bei den Falterfischen. Sie würden häufige Umzüge mit dem verbundenen Stress nicht lange überleben.


2.) Fütterung der Glasrose.

•JoesJuice

•AIPTASIA-X

Beide Produkte sind gleich in der Anwendung. Man zieht etwas Flüssigkeit in die beigelegte Spritze, schaltet die Strömung aus und „füttert“ vorsichtig die Glasrose damit. Dabei etwas Abstand halten, und die Glasrose nicht „erschrecken“. Sie soll es als Futter wahrnehmen, es zu sich nehmen, und daran wird sie sich auflösen. Wir haben mit beiden Produkten sehr gute Ergebnisse erzielen können.

Von anderen Verfahren, bei denen man der Glasrose eine Säure (Salzsäure) injiziert, halten wir wenig. Man muss dabei zielen, treffen, spritzen und noch die richtige Menge injizieren. Genau wie beim abzupfen kann die Glasrose dabei Sporen an die Umgebung abgeben und sich somit noch stärker vermehren.

Fazit: Man sollte mit der Bekämpfung von Glasrosen schnell beginnen. Aus einer können nach wenigen Monaten hunderte werden. Dann macht das spritzen (füttern) keinen Sinn mehr. Dann geht es nur noch über Fressfeinde. Oder einen Neustart.

Deshalb empfehlen wir zudem, auf lebende Steine so weit wie möglich zu verzichten. Auch bei Aquarien Auflösungen können die Steine mit Glasrosen und weiteren Plagen kontaminiert sein. Für einen erfolgreichen Start, Umbau oder Vergrößerung empfehlen wir Riffkeramik gemischt mit CaribSea LifeRock Shapes.

Für Anregungen, Tipps und Infos nutzt die Kommentar Funktion.

 

Tags: Glasrosen

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