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✓ Letztes Update 21.01.2026✓

Haltungsinformationen "Linckia sp. rot"

Linckia sp. Red (Roter Seestern)

Der rote Linckia-Seestern ist aufgrund seiner leuchtenden Farbe ein Blickfang in jedem Meerwasseraquarium. Er gilt jedoch als anspruchsvoller Pflegling, der eine sehr stabile Umgebung und ein gut eingefahrenes Becken benötigt.

1. Biologische Beschreibung

  • Wissenschaftlicher Name: Linckia sp. (oft als Linckia laevigata "Red" oder einfach Linckia spp. im Handel).
  • Herkunft: Indopazifik (Sri Lanka, Philippinen, Indonesien).
  • Größe: Im Aquarium meist 10–20 cm (in der Natur bis zu 30 cm).
  • Aussehen: Fünf lange, zylindrische Arme mit einer glatten bis leicht körnigen Textur. Die Färbung reicht von tiefrot bis hin zu einem kräftigen Orange-Rot.

2. Aquarienbedingungen

Da dieser Seestern ein "Nahrungsspezialist" ist, der vor allem von Mikroorganismen und Biofilmen lebt, sind die folgenden Punkte wichtig:

  • Beckengröße: Mindestens 350 Liter (besser 500l+), um genug natürliche Weidefläche zu bieten.
  • Standzeit: Nur in Aquarien setzen, die mindestens 6–12 Monate stabil laufen.
  • Temperatur: 24°C – 28°C (stabil halten).
  • Salinität: 1.023 – 1.025 (Schwankungen werden schlecht vertragen).

3. Fütterung und Ernährung

Das größte Problem bei der Haltung ist das Verhungern.

  • Primäre Nahrung: Er weidet Steine und Glas nach Mikroalgen, Bakterienfilmen, Detritus und Mikroorganismen ab.
  • Zufütterung: Man kann versuchen, Futtertabletten, Algenblätter (Nori) oder kleine Stücke Muschelfleisch direkt unter den Seestern zu schieben. Viele Tiere nehmen dies jedoch nicht an.
  • Wichtig: Ein zu "sauberes" Becken (starke UV-Klärung, Ozon, extremer Abschäumer) kann zum Nahrungsmangel führen.

4. Wichtige Haltungshinweise (Todesfallen vermeiden)

  • NIEMALS an die Luft: Seesterne dürfen beim Umsetzen oder Hantieren keinen Kontakt mit Luft haben. Gelangt Luft in ihr Kanalsystem (Ambulakralsystem), können sie diese oft nicht mehr ausstoßen und sterben qualvoll. Verwenden Sie zum Umsetzen immer ein Gefäß unter Wasser.
  • Akklimatisation: Nutzen Sie unbedingt die Tröpfchenmethode über mindestens 2–3 Stunden. Seesterne reagieren extrem empfindlich auf Dichte- und pH-Wert-Schwankungen.
  • Kupfer: Medikamente auf Kupferbasis sind für Seesterne absolut tödlich.
  • Anzeichen für Unwohlsein: Wenn sich der Seestern "auflöst" (weiße Stellen, zerfallendes Gewebe), ist dies meist ein Zeichen für Verhungern oder einen osmotischen Schock durch zu schnelles Umsetzen.

5. Vergesellschaftung

  • Riffsicher: Ja, er lässt Korallen im Regelfall völlig in Ruhe.
  • Ungeeignete Mitbewohner: Harlekingarnelen (fressen Seesterne!), große räuberische Krebse oder Fische, die an Wirbellosen zupfen (z.B. manche Drückerfische).
  • Sozialverhalten: Friedlich gegenüber anderen Beckenbewohnern.

Fazit: Ein wunderschönes Tier für erfahrene Aquarianer mit großen, biologisch aktiven Systemen. Für frische Becken oder sehr kleine Nano-Aquarien ist er nicht geeignet.

Aquariengröße: ab 350 L
Futter: Mikroalgen, Bakterienfilmen, Detritus und Mikroorganismen
ReefSave: Ja
Schwierigkeitsgrad: mittel
Temperatur: 24 bis 27°C
Verkaufsgröße: M (7-10cm)
zu erwartende Endgröße ca: 16cm

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