Hymenocera picta
(Harlekingarnele )
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Haltungsinformationen "Hymenocera picta"
Harlekingarnele (Hymenocera picta)
Die Harlekingarnele ist eine der optisch spektakulärsten Wirbellosen der Meeresaquaristik. Sie ist jedoch kein Tier für Anfänger, da ihre Überlebensfähigkeit an eine sehr spezifische und teils kostspielige Ernährung gebunden ist.
1. Biologische Beschreibung
- Wissenschaftlicher Name: Hymenocera picta (oft synonym mit H. elegans verwendet, wobei H. picta meist die zentralpazifische Variante mit rötlichen Flecken bezeichnet).
- Größe: 3 cm bis 5 cm (Weibchen sind meist deutlich größer und korpulenter).
- Aussehen: Cremeweißer Körper mit großen, farbigen Flecken (violett, blau oder rötlich/pink). Die Scherenbeine sind blattartig verbreitert, was ihnen ein tänzerisches Aussehen verleiht.
- Lebenserwartung: Im Aquarium meist 2 bis 3 Jahre, bei optimaler Fütterung.
2. Haltungsanforderungen
Obwohl die Garnele klein ist, stellt sie hohe Ansprüche an die Stabilität des Wassers.
Paarhaltung
Es wird dringend empfohlen, die Tiere als festes Paar zu halten. In der Natur leben sie monogam und jagen gemeinsam. Ein eingespieltes Paar zeigt faszinierende Interaktionen bei der Fütterung.
3. Die Fütterung: Ein Nahrungsspezialist
Dies ist der kritischste Punkt der Haltung: Harlekingarnelen fressen ausschließlich Seesterne.
- Beutetiere: Sie fressen kleine Gänsefuß-Seesterne (Asterina), Sandseesterne (Archaster angulatus) oder Schlangensterne. Auch große Seesterne wie Linckia oder sogar Dornenkronen werden überwältigt.
- Jagdstrategie: Die Garnelen drehen den Seestern auf den Rücken, um ihn manövrierunfähig zu machen, und beginnen dann, ihn von den Armen her bei lebendigem Leibe zu fressen.
Fütterungsmethoden:
- Lebendfütterung: Einsetzen von Asterina-Seesternen (gut bei Plagen).
- Gefrorene Seesterne: Man kann Seesterne (z. B. den günstigeren Schokoladen-Seestern) einfrieren und wöchentlich einen Arm abtrennen und füttern.
- Wichtig: Wenn keine Seesterne vorhanden sind, verhungert das Tier unweigerlich. Andere Futtersorten (Flocken, Frostfutter, Algen) werden ignoriert.
4. Tipps für die Praxis
- Asterina-Plagen: Viele Aquarianer setzen Harlekingarnelen ein, um eine Plage von Gänsefuß-Seesternen zu bekämpfen. Beachten Sie jedoch, dass die Garnelen nach dem Ausrotten der Plage weiterhin Seesterne benötigen.
- Vergesellschaftung: Halten Sie sie nicht mit großen, räuberischen Fischen (z. B. Drückerfischen oder großen Lippfischen), die Garnelen fressen könnten. Gegenüber Korallen sind sie absolut friedlich (Riffsicher).
- Häutung: Wie alle Krebstiere häuten sie sich regelmäßig. In dieser Zeit ziehen sie sich in Höhlen zurück und sind sehr verletzlich. Jodzugaben im Wasser können die Häutung unterstützen.
5. Fazit
Die Harlekingarnele ist ein "Haustier im Aquarium", das eine bewusste Entscheidung des Halters erfordert. Wer bereit ist, regelmäßig Seesterne zu beschaffen, wird mit einem der bizarrsten und schönsten Beobachtungsobjekte der Unterwasserwelt belohnt.
| Becken: | ab 100L |
|---|---|
| Futter: | Seesterne |
| Giftig?: | nein |
| Paarhaltung?: | möglich |
| ReefSave: | Ja |
| Schwierigkeitsgrad: | nur für erfahrene Halter geeignet |
| Temperatur: | 24 bis 27°C |
| zu erwartende Endgröße ca: | 3cm |

