Halymenia sp. - Rotalge
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Haltungsinformationen "Halymenia sp. - Rotalge"
Halymenia Rotalge (Drachenzungenalge)
Die Rotalgen der Gattung Halymenia gehören zu den attraktivsten Makroalgen für das Meerwasseraquarium. Besonders die Arten Halymenia floresia und Halymenia dilatata sind aufgrund ihrer leuchtend roten bis pinken Färbung und ihrer interessanten Wuchsformen bei Aquarianern beliebt.
1. Biologische Beschreibung
Halymenia-Arten zeichnen sich durch ein gallertartiges, weiches und oft schlüpfriges Gewebe (Thallus) aus.
- Färbung: Intensives Rot, Rosa oder Orange, oft mit einer leichten Fluoreszenz unter Blaulicht.
- Wuchsform: Sie wachsen entweder blattartig (foliös) oder stark verzweigt. Die Ränder können glatt oder gezackt sein.
- Vorkommen: Weltweit in tropischen und subtropischen Meeren, oft in tieferen Zonen oder schattigen Bereichen von Korallenriffen.
2. Aquaristische Eignung
Im Gegensatz zu vielen anderen Makroalgen ist Halymenia nicht nur funktional (Nährstoffexport), sondern ein echter Blickfang. Sie wächst moderat schnell und bildet keine invasiven Haftwurzeln, die das Riffgestein schädigen könnten.
3. Haltungsparameter
Licht (Moderat bis Mittel)
Obwohl es Rotalgen sind, benötigen sie eine angemessene Beleuchtung für die Photosynthese.
- Zu starkes, direktes Licht (direkt unter High-End-LEDs) kann zum Ausbleichen führen.
- Ein Platz im mittleren oder unteren Bereich des Beckens oder in leicht abgeschatteten Zonen ist ideal.
- Ein Spektrum mit Anteilen von Blau und Weiß wird gut vertragen.
Strömung (Moderat)
- Die Strömung sollte ausreichen, um Detritusablagerungen auf der Alge zu verhindern.
- Da das Gewebe sehr zart und weich ist, sollte sie keiner direkten, harten Pumpenströmung ausgesetzt werden, da sie sonst zerfleddern kann.
Wasserwerte
Halymenia ist ein guter Indikator für die Nährstoffverfügbarkeit:
- Nitrat (NO3): 5 – 15 mg/l (braucht messbare Nährstoffe).
- Phosphat (PO4): 0,03 – 0,1 mg/l.
- Eisen: Wie alle Makroalgen profitiert sie von einer regelmäßigen Eisendüngung.
- Iod: Fördert die Farbausprägung und das Wachstum.
4. Platzierung und Befestigung
Da Halymenia keine kräftigen Haftorgane wie etwa Caulerpa entwickelt, muss sie manuell befestigt werden:
- Gummiband/Faden: Vorsichtig an einem kleinen Stein fixieren, bis sie von selbst leicht anwächst.
- Korallenkleber: Ein kleiner Punkt Gel-Kleber an der Basis kann funktionieren, das Gewebe ist jedoch sehr empfindlich.
- Löcher im Gestein: Einfaches Einstecken in eine Felsspalte reicht oft aus.
5. Fressfeinde (Wichtiger Hinweis!)
Dies ist der kritischste Punkt bei der Haltung:
- Doktorfische & Kaninchenfische: Für die meisten pflanzenfressenden Fische ist Halymenia ein Delikatess-Futter. In einem Becken mit diesen Fischen wird sie meist innerhalb von Stunden komplett gefressen.
- Einsiedlerkrebse & Schnecken: Kleine Algenfresser lassen die Alge meist in Ruhe, große Seeigel könnten sie jedoch beschädigen.
6. Besonderheiten: Das „Auflösen“
Manchmal zeigt die Alge transparente Stellen. Dies kann zwei Gründe haben:
- Nährstoffmangel: Wenn Nitrat oder Phosphat auf Null fallen, kann die Alge innerhalb kurzer Zeit zerfallen.
- Umstellung: Bei drastischen Änderungen der Lichtverhältnisse wirft sie Gewebe ab, um sich neu anzupassen.
Fazit
Die Halymenia ist die ideale Alge für Nano-Riffe, Seepferdchen-Becken oder Aquarien ohne große herbivore Fische. Sie kombiniert ästhetische Schönheit mit biologischer Filterleistung durch Nährstoffaufnahme.
| Aquariengröße: | ab 50 L |
|---|---|
| Licht (PAR): | mittel |
| Nachzucht: | Ja ist eine Nachzucht |
| Plazierung: | unteres Drittel |
| ReefSave: | Ja |
| Schwierigkeitsgrad: | leicht |
| Strömung: | wenig bis mittel |
| Temperatur: | 23-26°C |
| Verkaufsgröße: | Höhe ca 15cm-verzweigt |
| WYSIWYG: | nein, Beispielfoto |

