Fungia Rot 1260
(Pilzkoralle)
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Haltungsinformationen "Fungia Rot 1260"
Fungia sp. (Rote Pilzkoralle)
Die Fungia, allgemein als Pilzkoralle bekannt, ist eine großpolypige Steinkoralle (LPS), die eine Besonderheit aufweist: Sie lebt im adulten Stadium nicht festgewachsen auf dem Riffgestein, sondern frei auf dem Boden. Die rote Farbvariante ("Fungia Red") ist aufgrund ihrer intensiven Fluoreszenz und Färbung besonders begehrt.
1. Biologische Beschreibung
- Wuchsform: Scheibenförmig, oft rund oder oval mit einem zentralen Mund.
- Besonderheit: Sie können sich durch Aufpumpen ihres Gewebes und gerichtete Wasserbewegungen langsam über das Substrat bewegen.
- Skelett: Sie besitzen ein hartes, kalkhaltiges Skelett mit scharfen Septen (Kalklamellen), die strahlenförmig vom Zentrum nach außen verlaufen.
- Herkunft: Indopazifik, oft in Lagunen oder auf Sandflächen zwischen Riffen.
2. Aquariumbedingungen & Wasserparameter
Die Fungia gilt als mittelschwer zu halten und verzeiht kleinere Schwankungen, benötigt aber stabile Bedingungen für langfristiges Wachstum.
- Temperatur: 24°C – 26°C
- Salinität: 34 – 35 PSU (1.023 – 1.025 Dichte)
- pH-Wert: 8.1 – 8.4
- Karbonathärte (KH): 7 – 9 °dKH
- Calcium (Ca): 400 – 440 mg/l
- Magnesium (Mg): 1250 – 1350 mg/l
- Nitrat (NO3): 5 – 15 mg/l (mag kein klinisch reines Wasser)
- Phosphat (PO4): 0,03 – 0,1 mg/l
3. Platzierung und Licht
- Standort: Ausschließlich auf dem Boden. Platzieren Sie eine Fungia niemals auf Riffgestein in der Höhe. Wenn sie herunterfällt, kann ihr empfindliches Gewebe an den scharfen Skelettkanten verletzt werden.
- Substrat: Feiner Sand oder feiner Korallenbruch ist ideal.
- Lichtstärke: Mittel (ca. 100–200 PAR). Zu starkes Licht kann zum Ausbleichen führen. Wenn die Koralle ihr Gewebe stark expandiert, ist das Licht meist passend.
- Strömung: Schwach bis moderat. Die Strömung sollte ausreichen, um Sedimente von der Koralle wegzuspülen, aber nicht so stark sein, dass das Gewebe einseitig vom Skelett gedrückt wird.
4. Ernährung
- Photosynthese: Sie lebt symbiotisch mit Zooxanthellen und deckt einen Großteil ihres Energiebedarfs über Licht.
- Zufütterung: Fungia profitieren stark von direkter Fütterung (1–2 Mal pro Woche).
- Futterarten: Mysis, Artemia, spezielles LPS-Granulat oder Planktonersatz. Wir füttern 2x wöchentlich mit Oyster+.
- Beobachtung: Es ist faszinierend zu beobachten, wie die Koralle das Futter mit ihren kleinen Tentakeln langsam zur zentralen Mundöffnung transportiert.
5. Besondere Hinweise & Tipps
- Vorsicht bei Berührung: Die Septen unter dem Fleisch sind messerscharf. Fassen Sie die Koralle nur vorsichtig am Skelett (Unterseite) an, niemals von oben auf das expandierte Gewebe drücken.
- Nachbarschaft: Halten Sie Abstand zu anderen Korallen (ca. 5–10 cm). Fungia können nachts Kampftentakel ausfahren und sind mobil – sie könnten also über Nacht zu einem Nachbarn "wandern".
- Regenerationsfähigkeit: Selbst wenn eine Fungia scheinbar stirbt und nur noch das Skelett übrig bleibt, sollte man dieses nicht sofort entsorgen. Oft bilden sich nach einiger Zeit kleine Tochterpolypen (Anthocauli) direkt aus dem alten Skelett.
- Vermehrung: Im Aquarium meist durch Knospung am Skelett des Muttertiers oder durch Teilung nach Verletzungen (was jedoch riskanter ist).
Zusammenfassung
Die rote Fungia ist ein Juwel für den Bodenbereich. Wenn man ihr einen ruhigen Platz im Sand mit moderater Strömung bietet und sie gelegentlich füttert, ist sie eine sehr langlebige und farbenfrohe Mitbewohnerin im Riffaquarium.
| Fotografiert unter?: | Hydra32-100% Blau-Filter |
|---|---|
| Größe Koralle: | Fließe ist 10x10cm |
| LPS Gattung: | Fungia / Heliofungia |
| WYSIWYG: | Ja, dieses Tier auf dem Foto bekommen Sie |



