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✓ Letztes Update 04.03.2026✓

Haltungsinformationen "Synchiropus picturatus"

Synchiropus picturatus (LSD-Leierfisch)

Der Synchiropus picturatus, auch bekannt als LSD-Mandarinfisch oder LSD-Leierfisch, ist einer der farbenprächtigsten und faszinierendsten Fische in der Meerwasseraquaristik. Er gehört zur Familie der Leierfische (Callionymidae) und stammt aus dem westlichen Pazifik.

1. Biologische Beschreibung

  • Größe: Erreicht eine Endlänge von ca. 7 bis 8 cm.
  • Aussehen: Der Körper ist mit einem psychedelischen Muster aus grünen, orangen und blauen Kreisen bedeckt (daher der Name "LSD"). Er besitzt keine Schuppen, sondern eine dicke Schleimschicht, die ihn vor Parasiten schützt und für Fressfeinde unangenehm schmeckt.
  • Geschlechtsunterschiede: Männchen sind meist etwas größer und besitzen einen deutlich verlängerten ersten Hartstrahl an der Rückenflosse (ähnlich einem kleinen Stachel oder Schwert).
  • Verhalten: Er ist ein friedlicher Bodenbewohner, der sich ruckartig über das Gestein und den Boden bewegt. Er schwimmt selten im freien Wasser.

2. Haltungsbedingungen

Die wichtigste Regel: Das "Einfahren"

Ein LSD-Leierfisch darf niemals in ein frisch eingerichtetes Aquarium gesetzt werden. Er ernährt sich den ganzen Tag von Kleinstlebewesen (Copepoden, Amphipoden), die auf dem Gestein leben. Das Becken sollte mindestens 12 Monate laufen, damit eine ausreichende Population dieser Organismen vorhanden ist.

3. Ernährung (Die größte Herausforderung)

Der Fisch ist ein "Dauerfresser", der ständig das Gestein nach Nahrung abpickt.

  • Nahrungsquelle: Hauptsächlich lebende Kleinstkrebse.
  • Futterumstellung: Viele Wildfänge verweigern Frostfutter oder Trockenfutter. Man sollte beim Kauf darauf achten, dass das Tier bereits beim Händler Frostfutter (Artemia, Mysis, Lobstereier) annimmt.
  • Nachzuchten: Es gibt vermehrt Nachzuchten im Handel, die bereits an Ersatzfutter gewöhnt sind. Diese sind für die Aquarienhaltung deutlich besser geeignet.
  • Fresskonkurrenz: Vermeiden Sie die Vergesellschaftung mit schnellen Fressern (z.B. Lippfischen), die dem langsamen Leierfisch die Nahrung wegschnappen könnten.

4. Sozialverhalten und Vergesellschaftung

  • Einzel- vs. Paarhaltung: Eine Paarhaltung (Männchen + Weibchen) wird empfohlen, da man so das wunderschöne Balzverhalten in der Abenddämmerung beobachten kann.
  • Vorsicht bei zwei Männchen: Setzen Sie niemals zwei Männchen zusammen! Sie kämpfen unerbittlich, oft bis zum Tod.
  • Andere Arten: Die Vergesellschaftung mit dem "normalen" Mandarinfisch (Synchiropus splendidus) kann in zu kleinen Becken ebenfalls zu Revierkämpfen führen.
  • Friedfertigkeit: Gegenüber anderen Fischfamilien verhält er sich völlig friedlich.

5. Besonderheiten und Tipps

  • Kauf-Check: Achten Sie auf einen prallen Bauch. Eingefallene Bäuche deuten auf Verhungern hin; solche Tiere erholen sich oft nicht mehr.
  • Krankheitsresistenz: Aufgrund ihrer dicken Schleimschicht sind Leierfische relativ resistent gegen Pünktchenkrankheiten (Cryptocaryon), aber nicht immun.
  • Anemonen-Gefahr: Große Teppichanemonen können zur Todesfalle werden, da die Fische bodennah leben und manchmal in die Tentakel geraten.
  • Lebenserwartung: Im Aquarium können sie bei guter Pflege 5 bis 7 Jahre alt werden.

Zusammenfassend ist der Synchiropus picturatus ein Juwel für jedes Riffbecken, sofern das Nahrungsangebot sichergestellt ist. Für Anfänger ist er aufgrund der Futterproblematik nur bedingt zu empfehlen.

Aquariengröße: ab 250 L
Besonderheiten: benötigt eingefahrene Aquarien
Fisch Gattung: Mandarin/Schleim
Futter: Artemia, Frostfutter (Artemia, Mysis, Krill), Lebendfutter
Giftig?: nein
Paarhaltung?: empfohlen
ReefSave: Ja
Schwierigkeitsgrad: nur für erfahrene Halter geeignet
Temperatur: 24 bis 27°C
Verkaufsgröße: S-M (4-7cm)
zu erwartende Endgröße ca: 8cm

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