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✓ Letztes Update 02.04.2026✓

Haltungsinformationen "Nassarius sp. Schnecke"

Nassarius sp. (Wellhornschnecke)

Die Schnecken der Gattung Nassarius gehören zu den nützlichsten Bewohnern eines Meerwasseraquariums. Sie verbringen den Großteil des Tages im Bodengrund vergraben und kommen blitzschnell an die Oberfläche, sobald Futter ins Wasser gegeben wird.

1. Biologie und Merkmale

  • Wissenschaftlicher Name: Nassarius sp. (häufige Arten: N. vibex, N. luridus, N. distortus)
  • Größe: Je nach Art zwischen 1,5 cm und 3 cm.
  • Besonderheit: Sie besitzen ein langes Atemrohr (Sipho), das wie ein Periskop aus dem Sand ragt, während die Schnecke selbst vergraben ist.
  • Verhalten: Aasfresser (Detritusfresser). Sie fressen keine Algen, sondern Futterreste, totes organisches Material und abgestorbene Tiere.

2. Anforderungen an das Aquarium

  • Bodengrund: Zwingend feiner Sand. Die Tiere müssen sich mühelos eingraben können. Grober Kies ist ungeeignet.

3. Ernährung und Funktion im System

Die Nassarius ist kein Algenfresser! Ihre Hauptaufgaben sind:

  • Resteverwertung: Sie spüren Frostfutter- oder Pelletreste im Sand auf, bevor diese verfaulen.
  • Bodendurchmischung: Durch das ständige Ein- und Ausgraben verhindern sie Faulstellen im Sand und halten diesen weiß und locker.
  • Aasbeseitigung: Verstorbene Fische oder Wirbellose werden schnell beseitigt, was die Wasserbelastung reduziert.

Zusatzfütterung: In sehr sauberen „Low-Nutrient“-Systemen kann eine gezielte Fütterung mit Welstabletten oder Frostfutter sinnvoll sein, falls nicht genug Fischfutter zu Boden fällt.

4. Vergesellschaftung

  • Friedlich: Sie lassen Korallen und andere gesunde Aquarienbewohner völlig in Ruhe.
  • Gefahren: Große Einsiedlerkrebse können versuchen, die Schnecken wegen ihrer stabilen Gehäuse zu attackieren. Bestimmte Lippfische oder Kugelfische könnten sie ebenfalls als Beute betrachten.

5. Tipps für den Kauf und Einsetzen

  • Anpassung: Wie alle Wirbellosen reagieren sie empfindlich auf Dichteschwankungen. Eine langsame Tröpfchenanpassung über 45–60 Minuten ist ratsam.
  • Anzahl: Man rechnet etwa mit 1 Schnecke pro 10–20 Litern Bodenfläche, je nach Futteraufkommen.
  • Beobachtung: Wenn die Schnecken permanent an den Scheiben über der Wasseroberfläche hängen, kann dies ein Indikator für schlechte Wasserwerte (Sauerstoffmangel oder zu hohes Nitrit/Ammoniak) sein.
Anzahl / 100 Liter: 6 Stück
Besonderheiten: durchgräbt den Sand
Futter: Aas, Detritus, Debris, Flockenfutter, Frostfutter (Artemia, Mysis, Krill)
Sand benötigt?: Ja, mindestens 2cm
Schwierigkeitsgrad: leicht
zu erwartende Endgröße ca: 3cm

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